Geschichte
Eröffnung
1998 eröffnete die gebürtige Italienerin Sissy in Birsfelden ein Kultur-Restaurant namens "Sissy's Place". Bis heute sind im dortigen Musikkeller über 100 Konzerte über die Bühne gegangen. Doch nicht nur Musikfreaks treffen sich im ehemaligen "Lindengarten".
Es war einmal ein altes Restaurant im Birsfelder Dorfkern. Dieses hiess "Lindengarten". 1998 warfen die Betreiber des "Lindengartens" das Handtuch. Die Zeit war gekommen für einen Wirtenwechsel.
In dieser Phase trat Sissy auf den Plan. Sissy - geboren in Brindisi, aufgewachsen in Basel - ist seit Jahren von Basels Restaurant- und Barszene her bekannt. In verschiedenen bekannten Lokalen wirbelte sie mit Erfolg an der Bar, so etwa im Restaurant "Besenstiel" und während voller zehn Jahre im Music- & Dance-Club "Route 66". "Mit der Zeit schuf ich mir ein treues Stammpublikum. Schon damals hatte ich einen grossen Wunsch - ich wollte dereinst mein eigenes Restaurant haben", erklärt Sissy heute.
ROCK'n'ROLL und FCB
Im Jahr 1998 konnte die zielstrebige Lady ihren Traum verwirklichen. Am 1. April - auf der Einladung stand der Vermerk "kein Aprilscherz" - eröffnete Sissy in den Räumen des ehemaligen Restaurants Lindengarten ihre eigene Beiz: Sissy's Place. Bis heut avancierte dieses Lokal mit dem dazugehörenden Musikkeller zu einem Treffpunkt von Jung und Alt in Birsfelden. Fussballfans und ganze Familien kommen ebenso gerne hierher wie Musikfreaks und Leute, die es gerne gemütlich haben.
Sissy ist ein grosser FC-Basel- und FC-Birsfelden-Fan. Zu sämtlichen Heimspielen des rot-blauen Stadtclubs organisiert sie "Happy Hours" mit vergünstigten Preisen jeweils zwei Stunden von Anpfiff und eine Stunde nach Abpfiff.
Doch der Schwerpunkt im "Sissy's Place" liegt bei der Musik: Jeden Freitag und manchmal auch Samtstags geben im Musikkeller, der vom Abstellraum zum Konzertlokal umfunktioniert worden ist, interessante Bands aus der Region Kostproben ihres Könnens. Das musikalische Spektrum reicht von Hardrock über Blues bis hin zu Country. Das System, nach welchem diese Konzerte abgewickelt werden, ist einfach: Die Band darf alle Einnahmen aus den Eintritten für sich behalten und diese auch selber bestimmen, die Wirtin verdient nur an der Konsumation. Erfreulicherweise hat das Publikum nachgezogen - die Fans strümen jeweils in Scharen zu den Gigs.
Das alte Atlantis als Vorbild
Bisher konnte man im Musikkeller über 100 Gigs miterleben. "Mein Ziel ist es, in Birsfelden einen Ãhnlichen Konzertbetrieb aufzuziehen, wie wir ihn früher vom alten 'Atlantis' in Basel her kannten", sagt Sissy. Doch um auch einmal eine bekanntere ausländische Band verpflichten zu können, müsssten zusätzlich externe Finanzierungsmöglichkeiten geprüft werden. Zurzeit bezieht das "Sissy's Place" keinerlei Subventionen. Weder vom Kanton Baselland, noch von der Gemeinde Birsfelden floss bisher Geld in die Kassen.
Mutig und temperamentvoll will Sissy den eingeschlagenen Weg auch in Zukunft beschreiten. "Wir sind eine gute Ergänzung zum Kulturraum Roxy in Birsfelden", betont die aufgestellte Wirtin. "Das Roxy macht mehr auf Theater und Tanz, wir bringen die Musik."
Autor: Lukas Müller



